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Fell - Info, Teil 2GRÖSSE, bzw. LÄNGE:Die Fellgröße schwankt zumeist zwischen 60-140cm . Kleinere Felle (80 cm <) sind von Lämmern, die ganz Großen von ausgewachsenen Schafen. Kleinere Schafrassen haben natürlich niemals "Riesenfelle". WOLLE:Die Länge, Dicke und Stärke der einzelnen Wollhaare schwankt sowohl an einem Vlies als auch von Fell zu Fell. Am Fell selbst sind die Nacken,-und Rückenpartie am dichtesten, während Bauchseite und Beinansätze schwächer behaart sind. Dunkle Felle haben oft eine qualitativ schlechtere Wolle. Auch hier kommt es aber auf die Rasse an. Heidschnucken und Skuddenfelle sind recht langhaarig, sie sehen "flokatiartig" und sehr dekorativ aus. Oftmals sind Felle auch zu einem ganz kurzen Vlies heruntergeschoren, besonders wenn sie zu Kleidungsstücken verarbeitet werden sollen. Auch für den Einsatz als Babyfell sind kurzhaarigere Felle aus Hygiene- und Sicherheitsgründen zu empfehlen. Im allgemeinen ist die Wolle eines Lammfells feiner als die eines - dafür größeren - Schaffells. Der Geruch eines Schaffelles erinnert natürlich an dieses. Ein gut gegerbtes Fell stinkt jedoch niemals und hat eine saubere, ziemlich gleichmäßige Lederseite. FELLPFLEGE:Wollvliese sind bei normalem Gebrauch bis zu einem gewissen Grad "selbstreinigend". Um sie schön kuschelig zu erhalten, ist es besonders wichtig sie atmen zu lassen, d.h. oft an der frischen, (trockenen!) Luft aufzuhängen, sie regelmäßig aufzuschütteln und auszubürsten. Dazu tut es auch eine kräftige Haar,- oder Hundebürste. Besonders langhaarigere Felle, wie meine Skuddenfelle oder auch Heidschnucken, neigen sonst sehr zum verfilzen. Ist doch einmal ein dicker Fleck passiert, dann hilft es einfache (weiße) Zahnpasta aufzutragen und abtrocknen zu lassen. Wird diese ausgebürstet, ist meist auch der Fleck weg. Eine andere Möglichkeit ist, die Vliesseite mit Gallseife so zu behandeln, dass das Leder erst gar nicht nass wird. Bei ganz großen Malheurs kann ein mimosa- oder relugangegerbtes Fell auch gewaschen werden. Am besten Handwäsche, notfalls schonend mit Wollprogramm, nur leicht oder ohne schleudern in der Waschmaschine bis 30°C. Zum Waschen sollte ein spezielles Fellshampoo , ein schonendes Wollwaschmittel möglichst mit Lanolinzusatz verwendet werden. (Bioladen etc.) Beim Trocknen des Fells ist zu beachten, dass, während das Fell noch nass ist, es immer wieder geschüttelt werden muß, damit es nicht steif und hart wird. Am allerbesten ist da ein Kaltlufttrockner oder einer mit stufenlos verstellbarer Temperatur (bis 30°C) geeignet. Es kann unter Umständen mehrere Tage dauern, bis das Fell ganz trocken ist. Dieser Vorgang kann nicht allzuoft wiederholt werden. Wenn nach längerem, intensiverem Gebrauch oder bei schlimmer Verschmutzung das Fell stark schmutzig ist und unangenehm riecht, kann ich es in die Gerberei mitnehmen, wo das Fell dann gereinigt und maschinell durchgekämmt wird. Dabei erhält das Fell seinen Wert. Der Erfolg ist immer bemerkenswert. |
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